Autismus und das Sprechen der Kunst

Dieser Text der Reihe “Autismus quergedacht” ist umgezogen. Wie es dazu kam ist hier erklärt.

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Autismus und das Sprechen der Kunst

One thought on “Autismus und das Sprechen der Kunst”

  1. Gabriele

    Ich glaube, daß du dich ein bißchen zu sehr an dem Wort »interpretieren« festhältst. Interpretieren kann man auf vielerlei Weise. Letztlich ist jede Reaktion, egal ob emotional oder intellektuell, das Ergebnis einer Interpretation: Was meint der andere? Wie sagt er es? Mit welcher Absicht sagt er es? Selbst wenn dir etwas zum einen Ohr rein und zum anderen wieder rausgeht, interpretierst du es – als deiner Aufmerksamkeit nicht würdig.

    Ich glaube auch, daß tatsächlich jeder Künstler mit seinen Werken etwas sagen möchte. Das muß nicht unbedingt ein tiefschürfender Gedanke sein. Vielleicht will er nur einen momentanen Eindruck weitergeben. Oder eine Überlegung, die ihn beschäftigt, in Bilder, Worte oder Töne fassen. Oder eine unterhaltsame Geschichte erzählen. Natürlich spricht dich nicht jedes Kunstwerk an. Das wäre genauso merkwürdig, wie wenn dich jeder Mensch ansprechen würde.

    Was die »Richtigkeit« der Interpretation angeht … Mein Lieblings-Literaturprofessor hat einmal zu mir gesagt: »Ihre Deutungen sind immer ungewöhnlich. Aber sie sind im Text begründet, und nur darauf kommt es an.« Deutschlehrer sehen das leider oft anders, aber Lehrer sind eben keine Wissenschaftler.

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