Autismus: Emotionen haben ist nicht schwer…

Dieser Text der Reihe “Autismus quergedacht” ist umgezogen. Wie es dazu kam ist hier erklärt.

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Autismus: Emotionen haben ist nicht schwer…

17 thoughts on “Autismus: Emotionen haben ist nicht schwer…”

  1. ulf_der_freak

    Für mich als Depressiven ist es auch nicht immer leicht, die Gefühlslage zu beschreiben, wenn auch wohl aus anderen Gründen. Aber dieses Nichtverstandenwerden von denen, die sich gesund glauben, ist anstrengend. Die wissen sowieso alles, vor allem, warum ich so bin wie ich bin wissen die besser als ich. Tun jedenfalls so.

    Gefühle beschreiben, wenn sie widersprüchlich sind… weia. Ich habs schon versucht. Is nich.

    1. quergedachtes Post Author

      Hallo,

      „Gefühle beschreiben, wenn sie widersprüchlich sind… weia. Ich habs schon versucht. Is nich.“

      Ich glaube, das kann aber auch am Autismus liegen, etwas zu beschreiben das rein subjektiv ist ist immer schwer. Wenn man dann noch nach Worten suchen muss weil man selbst nicht immer versteht was man da fühlt…ist es umso schwerer.
      Zumindest habe ich mit dem Beitrag versucht, einen Ansatz zu finden warum das bei Autisten evtl. so sein könnte.

      Querdenkender

      1. ulf_der_freak

        Wahrscheinlich ist es immer schwierig, etwas subjektives zu beschreiben, wenn man irgendwie anders ist, egal, warum, ob es Eigenarten, psych. Krankheiten oder andere Kultur ist..

  2. A.L.

    „Verliebtsein ist auch so ein Fall: Für die einen sind es die Schmetterlinge im Bauch die sie klar als Liebe deuten, für die anderen unter Umständen etwas das sie zu dem gänzlich unromantischen Kommentar „Mir ist schlecht!“ verleitet.“

    Ich habe gerade Tränen gelacht. Danke für diesen grandiosen Vergleich.

    Ich glaube, an der Unkommunizierbarkeit der Gefühle ist was dran. Wenn ich aufgefordert werde, meine Gefühle zu beschreiben (was mich jedes Mal nervt), dann erhalte ich oft die Rückmeldung:
    „Das sind keine Gefühle.“
    „So? Was ist es denn?“
    „Zustandsbeschreibungen. „Ich habe keine Lust, darüber zu reden“, ist kein Gefühl.“

    Auch das Gefühl „leer“ kenne ich. Ich finde den Begriff sehr passend. Er beschreibt einen Zustand, den ich zwar nicht als extrem empfinde, denn sonst hieße der Zustand ja wütend, traurig oder sehr zufrieden, der aber so neutral zu sein scheint, dass ich keine andere Begrifflichkeit dafür finde. Jemand anders hätte dafür vermutlich ein passendes Wort. Ich dagegen warte auf mein Gehirn, ob da vielleicht eine linguistische Hilfe kommt, aber es bleibt alles ruhig.

    1. quergedachtes Post Author

      Hallo,

      „Ich habe gerade Tränen gelacht. Danke für diesen grandiosen Vergleich.“

      Deshalb habe ich ihn ausgewählt 🙂

      Für mich ist neutral und leer noch mal ein Unterschied. Neutral ist: Ich fühle etwas…aber es ist eben normal. Nichts positives aber auch nichts negatives. Leer hingegen ist, zumindest für mich, wirklich leer. Nichts fühlen. Oder zumindest keine Gefühle oder Emotionen wahrnehmen.
      Ich glaube nicht das es viele Menschen gibt die ein Wort für diesen Zustand finden könnten und haben. Alleine weil sie dieses „Gefühl“ von „Leer“ nicht kennen und sich auch nicht vorstellen können.

      Querdenkender

      1. Thory

        Erst mal ein Lob an dich.. ich habe schon viele Artikel von Dir gelesen und einer ist interessanter als der andere!

        Hmm… in Deinem Artikel scheibst du
        „Wie kann man sich dann leer fühlen? Ist das „nichts fühlen“? Nein. Leer ist ein besonderes Gefühl“

        In der Antwort schreibst du
        „Leer hingegen ist, zumindest für mich, wirklich leer. Nichts fühlen. Oder zumindest keine Gefühle oder Emotionen wahrnehmen.“

        Das widerspricht sich doch *grins*
        Das ist jetzt kein Vorwurf!
        Im Gegenteil.. ich glaube du bist in einer ähnlichen Lage wie ich: Auf der Suchen nach Antworten.
        Aber nichts ist undefinierter wie menschliche Gefühle… auf was ich an einem Tag glaube eine Antwort zu haben, wird am nächsten Tag wieder über den Haufen geworfen, oder wirft 3 neue Fragen auf… und das macht mich Wahnsinnig. Da lobe ich mir doch Mathematik.. 1+1=2.. darauf kann man sich verlassen!

        Ich denke, ich kenne leer… zumindest so wie ich es empfinde.
        Ich stelle mir die Frage: „Wie geht es mir im Moment?“
        Eine Antwort darauf setzt aber ein vorhandenes Gefühl voraus.. und wenn das eben nicht existent ist, ist es leer. Aber für mich hat das nichts mit Einsamkeit zu tun.

        Was ich nämlich glaube nicht kenne, ist Einsamkeit. Aber nicht weil ich eine Partnerin habe. 🙂
        Es existiert irgendwie nicht in „meiner Welt“…

      2. quergedachtes Post Author

        Hallo Thory,

        ja du hast recht. Ich habe mich da vielleicht zu undeutlich ausgedrückt. Es war für mich extrem schwer diesen Artikel zu schreiben. Ging es doch darum den Zustand zu beschreiben das man Gefühle eigentlich nicht wirklich beschreiben kann. Vieles wird mir auch erst beim und teilweise nach dem Schreiben bewusst.

        Ich versuche es nochmal, diesmal hoffentlich eindeutiger zu erklären.
        „Wie kann man sich dann leer fühlen? Ist das „nichts fühlen“? Nein. Leer ist ein besonderes Gefühl“

        Mit „nichts fühlen“ meinte ich wirklich absolut nichts fühlen.Also gar keine Emotionen haben zu keinem Zeitpunkt. Und das gibt es ja nicht.

        „Leer hingegen ist, zumindest für mich, wirklich leer. Nichts fühlen. Oder zumindest keine Gefühle oder Emotionen wahrnehmen.“

        Leer ist für mich insoweit ein Gefühl als das ich diese Leere als Zustand empfinde in dem ich nicht von anderen Gefühlen beinflusst werde. Also keine Mischung sondern ein sehr reines Gefühl das ich auch beschreiben kann. Im Gegensatz zu „neutral“. Klingt komisch wenn ich schreibe: Es kann auch ein Gefühl sein keine Gefühle gleichzeitig zu haben?

        Sehr schwer zu beschreiben. Leider.

        Querdenkender

    2. Mischa

      – Ich glaube, an der Unkommunizierbarkeit der Gefühle ist was dran. Wenn ich aufgefordert werde, meine Gefühle zu beschreiben (was mich jedes Mal nervt), dann erhalte ich oft die Rückmeldung:
      „Das sind keine Gefühle.“
      „So? Was ist es denn?“
      „Zustandsbeschreibungen. „Ich habe keine Lust, darüber zu reden“, ist kein Gefühl.“ –

      Na, die sind doch sonst so gut im Interpretieren. Aber mit einer Zustandsbeschreibung können sie dann nichts anfangen? *yaya* ^^

      Trotzdem: Mich nervt das, wenn irgendwer meint aus mir jetzt unbedingt eine Gefühlsbeschreibung herauspressen zu müssen. Ich weiß nicht, was da jemand genau hören will, damit Zufriedenheit die Runde macht. (Oha. Zufriedenheit! Ein Gefühl, ha! Müsste wohl einfach öfter mit der entsprechenden Gegenfrage reagieren. :D)

  3. lena

    Wow, ein großartiger Versuch, danke für die Offenheit! Das mit der Leere finde ich besonders interessant; die meisten „normalen“ Menschen fliehen – glaube ich oft – davor, innere Leere spüren zu müssen. Gefühle sind irrational…

    1. quergedachtes Post Author

      Hallo,

      danke für das Lob! Manchmal sind meine Beiträge auch für mich ein großes Experiment. Man fängt an und weiß nicht was am Ende bei raus kommt.
      Ja man flüchtet vor einer Leere. Leere hat etwas von tiefer Einsamkeit für viele. Manchmal tut so ein Gefühl aber auch ganz gut, man wird wieder sensibler für andere Gefühle.
      Wobei ich überrascht bin, dass es durchaus noch mehr Menschen gibt die so eine Leere kennen und die nicht unbedingt negativ für sich belegen 🙂
      Auch eine Erfahrung aus diesem Experiment!

      Querdenkender

  4. Thory

    Hallo Querdenkender,

    leider kann ich auf deine Antwort (comment-144) nicht mehr direkt antworten.. deshalb hier.

    „Vieles wird mir auch erst beim und teilweise nach dem Schreiben bewusst.“
    Absolut nachvollziehbar… geht mir ja ähnlich 🙂

    „Also gar keine Emotionen haben zu keinem Zeitpunkt. Und das gibt es ja nicht.“
    Hmm… da bin ich mir nicht sicher ob es das nicht gibt.. das ist doch genau der Zustand, wenn man eine schwere Depression hat. Oder?

    „Klingt komisch wenn ich schreibe: Es kann auch ein Gefühl sein keine Gefühle gleichzeitig zu haben?“
    Da ich ja selbst auch grosse Problem habe „Emotionen“ auseinander zu halten oder diese gar zu beschreiben, kann ich dir da leider nicht darauf antworten 😀
    Kann man Emotionen gleichzeitg haben? *grübel*.. da muss ich drüber nachdenken!

    „Sehr schwer zu beschreiben. Leider.“
    Es ist leider auch schwer zu verstehen…

    1. quergedachtes Post Author

      Hallo Thory,

      „Hmm… da bin ich mir nicht sicher ob es das nicht gibt.. das ist doch genau der Zustand, wenn man eine schwere Depression hat. Oder?“

      Da bin ich mir nicht sicher. Zumindest hatte und habe ich in depressiven Phasen eine eindeutige emotionale Schieflage in die negative Richtung.

      Querdenkender

  5. A.L.

    Also ich sehe auch einen Unterschied zwischen depressiver Leere und – nenne ich es mal – gewöhnlicher Leere.

    Depressive Leere kenne ich nur als höchst unbefriedigenden Zustand. Sie ist die Abwesenheit von guten Gefühlen. Insofern, da ich stattdessen emotional Negatives wahrnehme zum Beispiel in Form von Angst, ist es nicht wirklich leer in mir. Das Wort Leere ist dann höchstens ein Entgegenkommen an den allgemeinen Sprachgebrauch, der Depression gern mit innerer Leere beschreibt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich tatsächlich Depressionen im klinischen Sinne habe, oder ob es sich nicht eher nur um Phasen situationsbedingter seelischer Tiefs handelt. Hier möchte ich mir also kein Urteil über eine Krankheit anmaßen, die ich gar nicht kenne.

    Die gewöhnliche Leere dagegen empfinde ich weder als positiv noch als negativ. In diesem Zustand nehme ich einfach nichts wahr, was ich anders benennen könnte als mit leer. Ich horche in mich hinein und warte, ob mein Gehirn mir etwas meldet, aber da kommt nichts.

  6. amp

    Hi,
    auch danke für den Artikel.
    Zum „leer“ – falls es sich um etwas Ähnliches bei mir handelt, wäre es etwas, was ich als „Ruhe“, „Ordnung“ und „sauber“ bezeichne. Und es ist schön…
    Und die Empathie – sehr interessant, da ich mir schon sehr komisch vorkam, da ich tatsächlich Gefühle anderer „sehen“ kann. Wenn es negative sind, z.Bsp. Wut beim Gegenüber ist es vergleichbar mit eiskalten Wasser, welches über mich geschüttet wird oder mit einem Schlag ins Gesicht…

    Und die Verliebtheit – eine tolle Beschreibung. Einfach schön ;O)

  7. braunauge

    Da ich seit längerer Zeit ( als Nicht-Autistin) mit einem Mann zusammen bin, der von sich sagt, dass er sich dem autistischen Verhaltensspektrum in vielen Dingen zuordnen würde, bin ich sehr dankbar für diesen Artikel, denn ich verstehe manches jetzt noch besser.
    Für mich war es von Anfang an so, dass ich meinen Freund als sehr gefühlvoll erlebt habe, auch wenn manche seiner Verhaltensweisen mir sehr unerklärlich waren und nach gängigem Verständnis eher nicht auf Verliebt- sein oder große Zuneigung schließen ließen und er es auch nicht in „gängigem“ Vokabular ausdrücken kann, dafür aber auf eine sehr eigene Weise.
    Es ist auch jetzt noch für mich immer wieder mal schwierig in solchen Situationen von mir abzusehen und mich nicht „verloren“ oder „nicht-geliebt“ zu fühlen, aber letztendlich ist es eine wahrhaft und für uns beide wichtige „Schule“ durch die wir in dieser Beziehung gehen.Jeder profitiert vom anderen und ist für diesen eine wichtige Quelle sich und die Beziehung auf einer neuen Ebene wahrzunehmen.

    Nach meiner Erfahrung glaube ich jedoch auch, dass die Grenzziehung zwischen Depression, Verarbeitung von Erfahrungen und Autismus bei vielen Verhaltensweisen sehr schwieirig ist, denn auch allein unter „Nicht-Autisten“ gibt es ja eine unendliche Spannbreite beim Ausdruck oder auch Nicht-Ausdruck von Gefühlen.

    Vielen Dank nochmal für die gefühlvollen „Worte“ für das Nicht-Aussprechliche bei Autisten.

  8. Jérôme

    Ich denke in diesem Augenblick, dass es für „uns Nicht-Autisten“ wesentlich einfacher fällt ansatzweise zu verstehen was ihr beschreibt als „wir“ es den anscheinmachen und es selber glauben.

    Es bedarf vielleicht der Offenheit, der Fantasie, dem ehrlichem Interesse, dem Eingeständnis dass man es aber vielleicht nicht ganz begreift und mancher Erfahrungen.

    Und zu der Leere hätte ich vielleicht ein Beispiel, ich hoffe dass ich es nicht versaue, leider verrinnen bei mir Eindrücke und Gedanken oft zu schnell.

    Das Posetive; Negative und die Neutralität wird jeder auf seine eigene Weise verstehen können, vielleicht „falsch“, vielleicht etwas anderes, aber auch genau so – wie es wohl gemeint ist.

    Die Leere… bisher gesagt und zu sagen:

    „„Also gar keine Emotionen haben zu keinem Zeitpunkt. Und das gibt es ja nicht.“
    Hmm… da bin ich mir nicht sicher ob es das nicht gibt.. das ist doch genau der Zustand, wenn man eine schwere Depression hat. Oder?“

    „Da bin ich mir nicht sicher. Zumindest hatte und habe ich in depressiven Phasen eine eindeutige emotionale Schieflage in die negative Richtung.“

    (und das was A.L. dazu geschrieben hat)

    Die „Leere“ die sich bei einer starken Depression auftut habe ich auch immer als Kalt bezeichnet, als ein etwas durchweg schlechtes, aber nicht wegen negativen GefühleN/EmotionEN(zumindest nicht erkannt). Stattdessen eher so als würde man von betastet, gefragt, dies nicht wirklich realisierend wahrgenommen und (den)noch nicht eingenommen vom Hauch des Schlechtem, verstoßen oder unfähig einzuspringen in das Schöne und Gute.

    Nun aber zu der „echten Leere“

    Tiefste Erüfflung und Leere – zwei, in anderer Art, Gegensätze die ihr jeweiliges Gegenüber besser verstehen lassen.

    Man stelle sich vor Jemand sei zu tiefst erfüllt, durchströmt von posetiver Engergie – von Gott durchdrungen/Jemand ist frei von von allem, auch dies im Sinne der Erfüllung – wie ein freier Flug – beglückt – und dennoch nicht vom Gunsten belastet. Vielleicht Erleichterung.

    Anreitze auf die du vielleicht eingehen kannst:

    Die Leere, nichts lässt sich als Emotion oder Gefühl greifen/nicht scheint da zu sein – kein Ausdruck, kein Eindruck – oder doch, vielleicht wie ein Raum, ein Raum durch den höchstens der Leib oder das Ich fahren kann, wie das Licht durch die Duchsichtigkei, ein Raum der den Körper einnimmt, ein Raum der den Geist einnimmt, ein Raum der um einem herrum ist, alles ist Raum – Emotionen und Gefühle sind die Zeit.
    Die Leere, eine Erfüllung doch keine Erleichterung, auch kein Flug, kein beglückt sein, kein frei – oder doch, keine posetive Energie, nicht durchdrungen – durchströmt, nicht erfüllt, aber das was übrigbleibt.
    Die Leere, so als hätte eine Puppe nur Gefühle und Emotionen in Form von Bauchschmerzen – eine Nadel in ihr steckt – und man entnimmt diese Nadel und die Puppe wird, nicht von einer Befriedigung erfüllt, Leer.
    Leere, ein angenehmer Zustand, etwas wie es amp beschrieb.
    Die Leere, Raum – in welcher Form auch immer – der erfasst wird, wie auch immer, als würde er in einem sein, als würde er einen umschließen, als würde man ihn bilden.
    Die Leere, Erfüllung – Nichts bleibt übrig, und dennoch scheint das Wort irgendwie auf mystische Weise ein Geheimnis in sich zu haben das der Leere als Zustandsbeschreibung dienlich ist.
    Die Leere, ein entfernen der Nadel – eine Befriedigung aller Bedürfnisse und Anliegen(jeder Art, emotionaler/gefühlter/seelischer) nur ohne ein Befriedigendes Gefühl – hallo Erfüllung, ohne Erfüllung.
    Die Leere, zeigt ihr Bild als Schatten, als Antimaterie, dadurch dass andere Begriffe sie umschwirren, sie wieder gefallen(wie bei der Qudratischen Ergänzung), im Nachhinein ein Zustand den man vorzieht – also doch posetiv’ohne posetiv gespürt zu haben‘, wie zu lesen, ohne Bilder zu sehen oder etwas zum lesen zu haben, ohne verfolgen, alles um den Ursprung – zum eigenen Nullpunkt, aber um den Ursprung herrum.

    Ach ich wünschte es würde sich nicht immer alles so schnell verlieren, aber ich hoffe du kannst darauf eingehen, und by the way – das Beispiel mit der Puppe soll keine Anspielung auf ein nicht exestierendes Gefühls-/Emotions-Problem sein, sondern dient wirklich nur der Zustandsbeschreibung, auf abstrakte Art.

    Jegliche Art von Fehler vorbehalten

  9. Alex

    Hallo Querdenker,

    ich bin sehr froh, eine Beschreibung wie die Deine gefunden zu haben.
    Ich kann aus eigener Erfahrung nur zustimmen, dass Emotionen-nicht-ausdrücken
    können, nichts damit zu tun, Emotionslos-zu-sein.
    Die Facetten fehlen mitunter, die Verknüpfung zu Vokabeln meist auch, aber tatsächlich
    brauche ich nur wenige Minuten Gegenwart eines Menschens, um in den häufigsten Fällen
    mehr über seinen eigenen emotionalen Status zu erfahren, als diese Person selber weiß.
    Allerdings lösen eben auch Emotionen anderer Leute bei mir körperliche Reaktionen hervor.
    Das komische Gefühl im Bauch muss also nicht mal zwangsläufig mein eigenes sein.
    Dann geht allerdings die Problematik so richtig los. Nach einigen Jahren „Vokabel-lernens“
    kann ich meine Reaktionen „Gefühlen“ zuordnen. So eben auch die anderer Menschen.
    Benennen kann ich sie allerdings kaum. Und wenn, dann auch nur sehr abstrakt und mechanisch.
    Und wenn man in dem einen Augenblick noch als „guter Zuhörer“ betrachtet wurde, ist man
    spätestens ab dem Moment des Verbalisierens ein Freak.
    Zudem ist es mir sowieso völlig fremd, Emotionen verbal Ausdruck zu verleihen. Zum einen, weil ich meine
    nicht teilen möchte, zum anderen, weil ICH ja gar nicht über die Emotionen anderer sprechen muss…
    Die Welt ist anstrengend. Und manchmal bin ich froh darum, dass mir die Möglichkeit gegeben ist,
    mit mir allein sein zu können. Und manchmal macht die Art wie man ist, einen eben einsam…

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