Suchtreffer Teil 2

Weiter geht’s mit den Best-of meiner Suchtreffer. Was bleibt ist wohl hauptsächlich die Hoffnung, dass die Leute, die auf diesem Weg zu meinem Blog fanden, es sehr gründlich lesen.

Hinweis: Die Auswahl der Suchen, die ich hier behandeln werde, ist rein subjektiv, nicht zwingend repräsentativ und in keinem Fall vollständig! Die Reihenfolge der hier behandelten Ergebnisse lässt übrigens keinerlei Rückschluss auf die Häufigkeit der Suchtreffer zu.

“es gibt keinen autismus”

Da drängt sich mir doch die Frage auf, warum bin ich eigentlich immer der Letzte der so etwas erfährt? Ich hätte mir einiges an Arbeit sparen können beim Versuch, die Menschen über Autismus aufzuklären. Dann kann ich mein Blog ja im Grunde schließen. Wenn jemand die Domain möchte, kann er sich einfach per E-Mail bei mir melden. Außerdem habe ich noch günstig einen kaum benutzten Schwerbehindertenausweis abzugeben.

“testen ob kollege autistisch”

Einige Menschen, die sich mit Autismus auseinandersetzen, stellen fest, dass sie auch bei den Menschen in ihrem Umfeld Autismus sehen. Die Frage ist dann, wie man  damit umgehen soll. Der erste Schritt sollte es sein, Ruhe zu bewahren. Es passiert durchaus schnell, dass man anfängt, Autismus überall zu sehen, wenn man sich intensiv mit einem Thema  auseinandersetzt. Einen Test, mit dem man bei anderen Menschen den Autismus erkennt, gibt es nicht. Da bleibt nur die offizielle Diagnose. Eine andere spannende Frage ist, ob man diesen Verdacht irgendwem mitteilen sollte.
Wann das Sinn macht ist nichts, das man pauschal sagen kann. Einige Menschen kann ein Autismusverdacht durchaus sehr aus der Bahn werfen. Ich mache diese Entscheidung davon abhängig, ob ich bei der Person den Eindruck habe, dass dort große Probleme sind, die mit einer Diagnose gelöst oder zumindest gebessert werden können.
Überhaupt sollte man ein solches Gespräch, wenn man denn zum Entschluss kommt, es führen zu wollen, wohl unter vier Augen führen. So ein Verdacht ist in keinem Fall etwas, das man an die große Glocke hängen sollte. Kennt man jemanden nicht genug für ein solches Gespräch, lässt man es wohl von vornherein besser.

“sprechen mit autistische menschen”

Das Sprechen mit Autisten ist etwas sehr Komplexes. Das große Problem, das hier  auftreten kann, ist, dass man vielen Autisten ihren Autismus gar nicht immer anmerken muss. Sollten Sie bemerken, dass jemand den Sie kennen Autist ist, besteht dringender Handlungsbedarf!
Hören Sie sofort auf, komplexe Sätze zu bilden. Sprechen Sie nur noch sehr langsam und ruhig auch etwas lauter. Betonen Sie jedes Wort übertrieben. Achten Sie darauf, keinesfalls Augenkontakt herzustellen, und weichen Sie ruhig etwas zurück, um zu vermeiden, dass Sie sich anstecken könnten. Da Sie ja ohnehin langsam und laut sprechen, sollte es keine  Verständigungsprobleme geben.

Sollten Sie den Sarkasmus im vorherigen Absatz, welcher leider auf einer wahren, mir zugestoßenen, Begebenheit basiert, nicht erkannt haben, so lege ich Ihnen Nahe, erst einmal einige grundlegende Informationen zum Thema Autismus einzuholen, bevor Sie überlegen wie sie mit Autisten reden.
Ob und wie man mit Autisten anders redet, kommt auf den Autisten an, mit dem man zu tun hat. Wie oben durchaus ernsthaft festgestellt merkt man es einigen Autisten gar nicht an.  Natürlich gibt es einige Dinge, auf die man Rücksicht nehmen kann. Zum Beispiel wenn man merkt, dass Probleme mit Ironie und Sprichwörtern bestehen, kann man auf diese verzichten oder Sprichwörter erklären.

Ein wenig Rücksicht auf  Probleme ist aber durchaus etwas, für das man sich keinen Autisten suchen muss, das klappt bei Nichtautisten auch gut. Zum Beispiel verzichte ich auch öfter mal auf einige Scherze, wenn ich merke, dass mein Gesprächspartner nicht mit ihnen klarkommt.

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